Wir haben uns in der vorherigen Rubrik mit dem Beginn des Universums auseinandergesetzt. Anhand der Erkenntnisse, die wir dort gewinnen konnten, lässt sich folgendes über einen potenziellen Schöpfer des Universums sagen:

-Er ist selbst existent außerhalb von Raum, Zeit und Materie. Er wird von diesen Dingen nicht beeinflusst und ist unbegrenzt, unendlich und ewig.
-Er ist unvorstellbar kraftvoll, er ist fähig das ganze Universum aus dem Nichts zu erschaffen.
-Er ist äußerst intelligent, da er fähig ist, das ganze Universum mit solch unglaublicher Präzision zu gestalten.
-Er ist persönlich, er kann einen Zustand des nichts in ein Raum-Zeit-Materie-Universum umzuwandeln. Eine unpersönliche Macht hingegen hat keine Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen.

Wenn man also glaubt, dass es keinen Gott gibt, dann muss man sich der Frage stellen: Warum gibt es dann „etwas“ statt „nichts“? Diese Frage müssen wir uns alle stellen.

Anhand der Beweise hat entweder niemand etwas aus dem Nichts erschaffen oder jemand hat etwas aus dem Nichts geschaffen. Welche Ansicht ist wohl vernünftiger?

Bei der Apollo-13-Mission musste menschliches Leben in einer sehr lebensfeindlichen Umgebung sichergestellt werden. Viele Dinge mussten genau aufeinander abgestimmt werden, damit die Astronauten im Weltall überleben konnten.

Es waren nur ein paar Kleinigkeiten, die bei der Mission übersehen wurden und fast zum Tod der Astronauten geführt hätten.

Vergleichen Sie diese Dinge mit der Erde als „Raumschiff“ des Lebens.

 


Damit wir existieren können, müssen beispielsweise folgende anthropische Konstanten existieren und präzise miteinander abgestimmt sein:

-Sauerstoffgehalt

Dieser liegt bei 21 %. Geringe Abweichungen hätten katastrophale Auswirkungen. Bei 25 % könnten spontane Feuer ausbrechen, hingegen würden bei 15 % die Menschen ersticken.

-Atmosphärische Transparenz
Wäre die Atmosphäre weniger transparent, so würde nicht genügend Sonnenstrahlung die Erdoberfläche erreichen. Wäre sie transparenter, würden wir unter zu großer Sonneneinstrahlung leiden.

-Gravitations-Wechselwirkung zwischen Mond und Erde:
Wäre diese Wechselwirkung größer, wären die Effekte der Gezeiten auf die Ozeane, Atmosphäre und Rotationsperiode zu stark. Wären sie zu gering, würden Bahnänderungen des Mondes ein instabiles Klima verursachen. So oder so wäre ein Leben auf der Erde unmöglich.

-CO² Anteil in der Luft:
Wäre dieser zu hoch, würde ein Treibhauseffekt einsetzen und wir würden verbrennen. Wenn das Niveau niedriger wäre, könnten Pflanzen keine effiziente Fotosynthese aufrechterhalten.

-Schwerkraft:
Wäre sie auch nur geringfügig anders, nämlich um 0,000000000000000000000000000000000000000001 %, dann gäbe es weder unser Sonnensystem noch uns. Dies nennt man Präzision!

Es folgen einige weitere knapp beschriebene Konstanten. Es existieren übrigens über 100 eng definierter Konstanten:

-Ausbalancierung der Zentrifugalkraft der Planeten mit den Gravitationskräften

Expansion des Universums

Hätte das Universum zu schnell expandiert hätten sich keine Galaxien gebildet. Wäre eine Expansion zu langsam verlaufen, wäre das Universum wieder in sich zusammengebrochen.

-Lichtgeschwindigkeit

Jedes physikalische Gesetz kann als eine Funktion der Lichtgeschwindigkeit (299.792.458 Meter pro Sekunde) definiert werden. Schon eine geringfügige Änderung der Lichtgeschwindigkeit und damit die der anderen Konstanten würde ein Leben auf der Erde unmöglich machen.

-Wasserdampfgehalt der Luft

Wäre dieser zu hoch, so wären die Temperatur zu hoch aufgrund des Treibhauseffektes. Bei einem zu niedrigen Wasserdampfgehalt der Luft wäre es hingegen zu kalt.

-Asteroidenschutzschild

Wäre der Planet Jupiter nicht in seiner gegenwärtigen Umlaufbahn, so würde die Erde vermutlich mit Asteroiden bombardiert. Da dieser wie ein kosmischer Staubsauger für Asteroiden wirkt.

-Kruste der Erde

Wenn diese zu dick wäre, würde sie zu viel Sauerstoff aus der Atmosphäre schlucken. Bei einer zu dünnen Kruste würden Vulkanausbrüche und tektonische Aktivität das Leben unmöglich machen.

-Rotationsgeschwindigkeit der Erde

Würde die Erde schneller rotieren, wären die atmosphärischen Winde zu stark. Würde sie hingegen für eine Umdrehung mehr als 24 Stunden benötigen, so wären die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zu groß.

-Neigung der Erdachse

Es würden Extreme Oberflächentemperaturen würden herrschen, wenn die Neigung der Erdachse (23,44°) anders wäre.

-Stärke der atmosphärische Entladungen

Wären diese stärker, so würden Blitze zu viel Schaden anrichten. Wären sie schwächer, so würde zu wenig  Stickstoff gebunden, was die Pflanzen betreffen würde.



Der Astrophysiker Hugh Ross hat in: Why I believe in Divine Creation, Seite 138–141 die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass diese und andere lebensnotwendige Konstanten, insgesamt 122 an der Zahl- auf einem beliebigen Planeten eines Universums durch Zufall vorhanden sein könnten. Geht man davon aus, dass im Universum 10²² Planeten existieren (eine sehr große Zahl, nämlich eine 1 mit 22 Nullen), so liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1 zu 10¹³⁸! Es gibt hingegen nur 10⁷⁰ Atome im gesamten Universum zu finden.

 

Bei einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 10 hoch 138 lässt sich nicht mehr ernsthaft von Zufall reden.

Dass es unsere Erde dennoch gibt, lässt auf einen intelligenten Designer schließen.

Der Nobelpreisträger Arno Penzias, der Entdecker der kosmischen-Mikrowellen-Hintergrundstrahlung formulierte es folgendermaßen:

„Die Astronomie führt zu einem einzigartigen Ereignis, einem Universum, das aus dem Nichts erschaffen wurde, eines, das sich in einem sehr empfindlichen Gleichgewicht befindet, welches erforderlich ist, um genau die richtigen Bedingungen zu liefern, die das Leben möglich machen und dem ein (man könnte sagen) übernatürlicher Plan zugrunde liegt“ (Quelle: Neuer Atheismus wissenschaftlich betrachtet, ontos Verlag, Heusenstein, 2010,123.)

Halten wir also fest:

1. Jedes Design hat einen Designer
2. Das Universum hat ein sehr komplexes Design
3. Deshalb hat das Universum einen Designer