Betrachten wir einmal eine sogenannte „primitive Lebensform“ – eine einzellige Amöbe. Diese ist keinen Millimeter lang. Im Zellkern einer solch winzigen Amöbe sind jedoch mehr Informationen enthalten, als in allen dreißig Bänden der Encyclopedia Britannica zusammen. Im Jahre 2004 enthielt die Britannica 75.000 Artikel mit 44 Millionen Wörtern. Dies ist nur der Zellkern.

Die gesamte Amöbe enthält in ihrer DNA das Tausendfache an Informationen (Quelle: The Blind Watchmaker, Richard Dawkins, 1987, 17-18, 116). Die vier Nukleinbasen A, T, C und G sind wichtige Bestandteile der DNA. Wenn wir alle A, T, C, und G in der Amöbe in Büchern aufschreiben und aneinanderreihen würden, dann bräuchten wir 1.000-mal mehr Seiten, als die komplette Enzyklopädie.

Man muss hier betonen, dass diese 1.000 „Enzyklopädien“ nicht aus zufällig aneinandergereihten Buchstaben bestehen würden, sondern aus Buchstaben in einer ganz bestimmten Reihenfolge.

1. Gottgläubige Menschen glauben, dass nur ein intelligentes Wesen eine komplexe Lebensform erschaffen kann.
2. Die atheistische Sicht der Dinge besagt, dass dies auch nicht intelligente Naturkräfte schaffen können.

Stellen Sie sich bitte einmal folgendes vor:

Der sechzehnjährige Johnny kommt aus dem Schlafzimmer und stolpert in die Küche, um sich einen Teller Buchstabensuppe zuzubereiten.

Als er an den Tisch kommt, sieht er, dass die Verpackung der Buchstabensuppe umgestoßen auf dem Tisch liegt. Die verschütteten Nudeln sind fein säuberlich in Reih und Glied sortiert und bilden den Satz: „Johnny, trage bitte den Müll heraus – Mama“.
Johnny ist darüber nicht sonderlich verwundert, schließlich weiß er aus dem Biologieunterricht, dass das Leben selbst ein Produkt vernunftloser natürlicher Gesetze ist. Diese Botschaft kann folglich auch ein Produkt vernunftloser Naturgesetze sein.

Vielleicht hat die Katze die Packung umgestoßen und die Buchstaben haben einfach zufällig diese Botschaft gebildet.
Ich dürfte nicht der einzige sein, der dies für aberwitzig hält.

Doch in ähnlicher Art und Weise verhalten sich viele Menschen, wenn es um die angeblich zufällige Entstehung des Lebens ohne einen Schöpfer geht.
Das Leben ist noch viel komplexer als diese Nachricht von Nudeln. Naturalistische Biologen behaupten, dass das Leben aus nicht lebenden Chemikalien durch natürliche Abläufe, ohne irgendeinen intelligenten Eingriff spontan erzeugt wurde (= Abiogenese), den Rest habe die Evolution erledigt.

Diese Theorie steht im Gegensatz zu allem, was wir über Naturgesetze und biologische Systeme wissen.

Seit den 1950er Jahren steht durch die fortschrittlichen Technologien die Möglichkeiten offen, den Mikrokosmos mit seinem beeindruckenden Design und erstaunlicher Komplexität zu erfassen.

Betrachten wir doch mal eine der primitivsten Lebensformen, eine einzellige Amöbe.

Naturalistische Evolutionisten behaupten, dass diese ohne intelligenten Eingriff durch zufällige Zusammensetzung in einem warmen kleinen Teich irgendwo auf der Erde erzeugt wurde. Danach soll sich alles Leben auf der Erde ohne eine intelligente Steuerung, ohne Plan, Sinn und Ziel gebildet haben. Vom Urschleim zum Menschen?

Wenn man davon ausgeht, dass das Leben wie wir es heute kennen durch Evolution entstanden ist, so kommt man nicht um das Problem herum, dass erst einmal Leben existieren muss, dass die Möglichkeit zur Evolution hat.

Damit eine ungesteuerte, natürliche Evolution stattfinden kann, muss das erste Leben aus nicht lebenden Chemikalien zufällig erzeugt worden sein. Denken Sie hierbei bitte an Johnny aus unserer Geschichte und spätestens hier wird Ihnen sicherlich klar, worauf dieser Vergleich zielt.

Jede bekannte Form von Leben ist nicht primitiv, sondern hochkomplex.

Bleiben wir bei unserer Amöbe. An ihr wird die unglaubliche Komplexität des Lebens offensichtlich, wenn man sich die Informationsmenge betrachtet, die in der DNA einer einzelligen Amöbe steckt. In Ihrem Zellkern sind mehr Informationen enthalten, als in allen 30 Bänden der Encyclopedia Britannica. Dies gibt kein Geringerer als der Professor für Zoologie an der Universität Oxford und überzeugte Darwinist Richard Dawkins zu. Siehe sein Werk „The Blind Watchmaker (New York: Norton, 1987), 17-18, 116.

Wenn man also die Informationen der DNA der Amöbe in Büchern aneinander reihen würde, so bräuchte man 1000-mal mehr Seiten, als die komplette oben genannte, mit 30 Bänden umfangreiche Enzyklopädie.

Wenn die Entstehung der Botschaft für Johnny angeblich kein intelligentes Wesen benötigt, dann müsste dies ja wohl folgerichtig auch für die 1.000 „amöbischen“ Enzyklopädien gelten?

Ich wundere mich sehr darüber, wie dies ein vernünftiger Mensch ernsthaft annehmen kann.

Wenn man das wirklich glauben kann, dann muss man auch folgendes glauben können:

Dieselben Kräfte, die den Grand Canyon geschaffen haben, könnten auch das Präsidentendenkmal Mount Rushmore geschaffen haben. Es könnte folglich durch Erosion entstanden sein. Naturgewalten schaffen eine Skulptur von mehreren Präsidentenköpfen.

Ebenso könnte man annehmen, dass irgendwo im Weltall ohne irgendein intelligentes Zutun auf einem Planeten ein Auto wie der Ford Mustang entsteht oder eine Coladose inkl. Inhalt. Die Begründung wäre, dass ja alles im Universum vorkommt, was benötigt wird. Zufall und Zeit erledigen den Rest. Naturalismus/Materialismus als Grundlage für die Weltanschauung machen Vernunft unmöglich.

Man könnte meinen, dass sich der gesunde Menschenverstand bei diesen Annahmen nur sträuben kann.

Unterstellen lässt sich, dass hier andere Motivationen, als nur reine objektive Vernunft herangezogen werden. Vielleicht um den Glauben an einen Schöpfer verneinen zu können?

Zum Vergleich ein Beispiel um meine Aussagen zu unterstreichen:

Mount Rushmore: Hinweis auf intelligente Erbauer

Der Grand Canyon: Kein Hinweis auf intelligente Erbauer

Tatsächlich sind alle Experimente, die Leben spontan erzeugen sollten, gescheitert. Und hierbei muss man bemerken, dass diese mit der nicht legitimen Anwendung von Intelligenz durchgeführt wurden.

Für weitere Informationen bzgl. der Probleme des sog. Urey-Miller-Experiments siehe: „Jonathan Wells, Icons of Evolution: Science or Myth? Why much of what we teach about Evolution is wrong“ (Washington, D.C.: Regnery,2000).

Mit anderen Worten: Die Wissenschaftler gebrauchen Ihre Intelligenz und schaffen es trotzdem nicht etwas hervorzubringen, was Naturgewalten ohne Intelligenz hervorgebracht haben sollen.

Der Mikrobiologe und Atheist, Michael Denton, sagt in seinem Werk „Michael Denton, Evolution: A Theory in Crisis“ (Bethesda, Md.: Adler & Adler, 1985, 264) folgendes aus:

„Die Komplexität der einfachsten bekannten Art von Zelle ist so groß, dass es unmöglich ist, die Annahme zu akzeptieren, dass ein solches Objekt plötzlich durch irgendeine Art von verrückten, äußerst unwahrscheinlichen Ereignissen zusammengeworfen werden könnte. Ein solches Ereignis wäre von einem Wunder nicht zu unterscheiden.“

Wer also nicht an einen Schöpfer glauben möchte, der muss quasi dennoch an Wunder glauben und unterscheidet sich hier in gewisser Weise nicht von einem gottgläubigen Menschen, auf den in manchen Fällen herabgesehen wird. Die Wahrheit ist vielmehr, dass die Darwinisten die Wissenschaft so definiert haben, dass die einzig mögliche Antwort der Naturalismus ist. Jede andere Definition würde ja Gott erlauben, seinen „Fuß in die Tür“ zu bekommen.

Es wird behauptet, viel Zeit und viel Zufall könnten die Entstehung von Leben bewirkt haben. Das ist so als sage man „Warten wir ein paar Milliarden Jahre ab, vielleicht wächst dem Mount Rushmore ja dann noch ein weiterer Präsidentenkopf“.

Mehr Zeit auf die Hoffnung nach mehr Möglichkeit für Zufälle wirkt für diese Art sogar kontraproduktiv. Wieso?

Man wirft aus dem Flugzeug bei 3.000 Metern ein schwarzes, ein rotes und ein goldenes Konfetti und hofft, dass diese unten angekommen eine Deutschlandfahne bilden. Geben wir hier, nachdem diese Konfetti unten angekommen sind, noch ein paar Milliarden Jahre obendrauf, dann ist es noch unwahrscheinlicher, dass diese Konfetti überhaupt noch in relativer Nähe zueinander liegen. Geschweige denn, dass sie die Deutschlandflagge bilden.

Man könnte in ähnlicher Weise glauben, eine überwucherte Burgruine sei das Werk der Natur.

Baut man sein Weltbild rein wissenschaftlich auf, so muss man ,so ironisch es klingen mag, folgendes akzeptieren:

Der Glaube, dass die wissenschaftlichen Methoden Wahrheit ans Licht bringen, kann nicht durch die wissenschaftlichen Methoden selbst bewiesen werden. Materialismus macht Vernunft unmöglich. Die Wissenschaft ist Sklave der Philosophie, nicht umgekehrt. Deshalb sollte nicht der Versuch unternommen werden, Vernunft durch die Wissenschaft auszuhebeln, um ein angestrebtes Weltbild ohne Schöpfer zu rechtfertigen.

Wenn man die Evolution kritisch betrachtet, so kann man folgendes Beispiel anbringen:

Bakterien, die mit einem Antibiotikum bekämpft werden, können dagegen immun werden. Einige sterben ab, andere überlebende Bakterien werden gegen das Antibiotikum resistent.
Dies könnte man als Beispiel für „natürliche Selektion“ im Rahmen einer Evolution nennen.

Diese Bakterien werden aber nicht zu einem Fisch, einer Pflanze oder einem Menschen.

Ähnlich wie ein Vogel, der am Wasser lebt und sich von Muscheln ernährt, mit der Zeit einen härteren Schnabel bekommen mag, aber nicht zu einem Pferd wird. So etwas wurde zumindest noch nie beobachtet.

Zudem gibt es genetische Grenzen. Angenommen ein Hundezüchter versucht eine neue Hunderasse zu züchten, dann wird dabei immer ein Hund herauskommen und kein Vogel.

Trotz der Bemühungen intelligenter Wissenschaftler Fruchtfliegen zu manipulieren kamen dabei immer Fruchtfliegen heraus, zudem verkrüppelte. Siehe Norman L. Geisler und Peter Bocchino, Unshakable Foundations“  (Minneapolis:Bethany, 2001, 149-150).

Ein weiterer Punkt ist die irreduzible Komplexität.

Ein Herz-Kreislauf-System funktioniert nur dann, wenn Adern, Herz und Blut gleichzeitig vorhanden sind. Ebenso wie der Geißelmotor eines Bakteriums oder der Verbrennungsmotor eines Autos. Es ist unwahrscheinlich, dass die Evolution alle diese Dinge gleichzeitig in perfekter Abstimmung hervorbringt, dies ist aber für die Gesamtfunktion notwendig. Zwischenformen wären untauglich.

Halten wir also fest:

Das Leben beinhaltet komplexe Informationen, die nur von einer intelligenten und immateriellen Quelle kommen können.

Es gibt keine bekannten Naturgesetze, die spezifische Informationen erzeugen. Selbst die primitivsten Lebewesen wie Amöben enthalten erstaunlich große Mengen an zielgerichteter Informationen.

Die Spontanzeugung, die der Darwinismus für den Anfang seiner Evolutionskette benötigt, wurde nie beobachtet. An sie wird einfach nur geglaubt.