Vorwort, allgemeines & die Frage ob Gott eine Kirche gründete

Fassen wir zunächst noch einmal kurz zusammen, was wir bisher festgestellt haben:
 
Es muss eine objektive Wahrheit geben, die nicht von subjektiven Meinungen oder Wünschen abhängig ist. Es können folglich nicht alle Religionen richtig sein, da sich diese gegenseitig widersprechen bzw. einander ausschließen. Es ist überaus wahrscheinlich, dass es Gott gibt und dass es sich hierbei um den christlichen Gott handelt.
 
 
Ich will nun versuchen Ihnen in dieser Rubrik aufzuzeigen, was konkret für die absolute und alleinige Wahrhaftigkeit des Katholizismus im Vergleich zu den vielen verschiedenen christlichen Denominationen, Gemeinden und Strömungen spricht.
 
Wir werden die Umstände der Gründung der katholischen Kirche betrachten: Wann wurde sie gegründet und von wem? Wie und auf wen wurde sie gegründet? Wir werden ihre Ursprünglichkeit beurteilen, ihre Struktur und ihre Lehre vor dem biblischen und historischen Kontext beleuchten.
 
Last but not least werden wir verschiedene Wunder näher betrachten und deren Glaubwürdigkeit beurteilen.
Wunder, die die katholische Kirche als die eine Kirche Gottes bestätigen. Doch eins nach dem anderen.
 
 
Ich werde zunächst auf dieser Seite einige allgemeine Dinge ansprechen und erörtern, die in engem Zusammenhang mit dem Thema stehen.
 
Warum ist es so wichtig sich als Christ auf die Suche nach der richtigen Kirche zu machen? Was ist mit den anderen christlichen Denominationen und warum können nicht alle recht haben? Welche Aussagen diesbezüglich finden wir in der heiligen Schrift?
 
Am Ende dieser Seite werde ich die Frage beantworten, ob Gott eine Kirche gründete oder nicht. Diese Antwort werde ich auf der nachfolgenden Seite ausführlich begründen.
 
Ist man aufrichtig auf der Suche nach der Wahrheit, dann kann man sich nicht nur von dem leiten lassen, was als „politisch korrekt“ gilt oder was den eigenen Vorlieben am meisten entgegenkommt. Es ist erforderlich konsequent zu sein.
 
Dies gilt weiterhin, auch wenn wir zwischenzeitlich auf unserer Reise beim Christentum angekommen sind. Es gibt keinen Grund das Gesagte nicht ebenso „intern“ auf das Christentum anzuwenden.
 
 

Viele Menschen denken vielleicht Christ ist Christ, es spielt überhaupt keine Rolle ob man nun katholischer Christ, evangelischer Christ oder ein Christ ohne kirchliche Bindung ist. Hauptsache man nimmt im weitesten Sinne Bezug auf Jesus. Aber ist das wirklich wahr?

Nein, das ist es ganz und gar nicht. Als ich diese Seite in Leben gerufen habe, habe ich damit nicht beabsichtigt Menschen zu verletzen. Egal ob es sich um Atheisten, angehörige anderer Religionen oder nicht-katholische Christen handelt. Ich bin jedoch ehrlich und aufrichtig überzeugt: Wenn jemand wirklich kompromisslos auf der Suche nach der Wahrheit über Gott ist, wird er beim katholischen Christentum landen.

Es nützt allerdings wenig eine Behauptung aufzustellen und diese nicht ausreichend zu begründen oder aufgrund von falscher Rücksichtnahme die Dinge nicht so anzusprechen, wie sie sind. Es herrschen im modernen Christentum viele Strömungen vor und meiner Meinung nach ist man immer mehr dabei sich von der eigentlichen und ursprünglichen Botschaft von Jesus Christus wegzubewegen, oftmals mit der Absicht, die christliche Botschaft dem modernen Menschen gefälliger zu schneidern.

Das ursprüngliche Christentum hat immer schon den Geist der Welt und den Zeitgeist „provoziert“ und sich ihm nicht angepasst. Dies liegt in der Natur der Sache. Wer sich auf Gott fixiert und nicht auf Dinge wie Macht und Geld ist rein weltlich betrachtet dumm.

„Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott.“

Quelle: 1. Korinther 3, 19 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

Es wäre also schon verwunderlich, wenn man als konsequenter Christ nicht in der heutigen Welt anecken würde. 

Manch einer nimmt dankend Abstand von der katholischen Kirche, die es dem Menschen von heute doch so unnötig schwer zu machen scheint. Nehmen wir doch alles einfach weg was stört. Sagen wir doch einfach in unserer Gemeinde/Kirche darf jeder alles tun und lassen was er will. Gott hat nur noch den einen Willen: Kommt sonntags in den Gottesdienst. Wissen sie was dann passieren würde? 

Die Menschen würden sich genauso wie jetzt fragen, warum sie denn in die Kirche kommen sollen. Da geht man doch lieber in einen X-beliebigen Verein. Dort kann man auch machen was man will und kann Sonntags ausschlafen.

Natürlich muss man den Menschen dort abholen wo er steht und als Kirche muss man ein Stück weit auf den Menschen zukommen, das ist natürlich auch richtig. Aber es bringt nichts, die eigene Identität und Seele zu verkaufen, in der Hoffnung mehr Menschen an die Kirche zu binden. Das Gegenteil wird der Fall sein und genau das erfahren wir im Moment.

Ich durfte einmal junge Menschen betreuen, mit denen ich eine bemerkenswerte Unterhaltung führen durfte. Sie sagten mir, dass Sie im Vergleich zum Christentum eher den Islam für glaubwürdig halten. Denn sie glauben Gott würde den Menschen eher Vorschriften machen, wie ihre Eltern das bei Ihnen tun und jemand der keine Vorschriften macht, den könne man nicht richtig ernst nehmen. Und so sei es eben im Christentum, es sei mehr oder weniger alles egal.

Ich hätte vorher nie Gedacht einmal so etwas von jungen Menschen zu hören. Und dies bestätigte 100% meine Meinung. Glaubwürdigkeit und ein gutes Stück weit „Back to the Roots“ zur eigenen Identität ist es worauf es ankommt und nicht die gottlose Flucht nach vorne in Richtung eines besseren Clubs, der macht was immer die Menschen wollen. In dem es egal ist was jeder tut oder nicht tut. Dies gibt keinen Halt, keine Sicherheit und kein Fundament und gerade danach sehen sich in unserer heutigen Zeit auch viele junge Menschen.

Hier kann man meiner Meinung nach nicht alle Augen zudrücken und sagen „lasst uns doch alle Recht haben“ auch wenn sich die Meinungen gegenseitig ausschließen.

Jesus ist für die Wahrheit gestorben. Er hat nicht gezögert die Händler aus dem Tempel zu vertreiben, als sie das Haus seines Vaters zu einer „Räuberhöhle“ machten. Die Tische der Händler hat er umgestürzt und sie mit einer Geißel aus Stricken vertrieben. Er hat die Heiligkeit dieses Ortes nach dem Willen Gottes wiederhergestellt und ihn wieder zu einem Haus des Gebets für alle Völker gemacht.

Er hatte nicht einfach tatenlos (vielleicht aus Angst, Menschenfurcht oder Bequemlichkeit) zugesehen, wie die Menschen gegen Gottes Willen handelten. Er hat entschieden eingegriffen, den Willen Gottes umgesetzt und keine faulen Kompromisse gemacht.

Überdeutlich hat er die Menschen darauf hingewiesen, was Gottes Wille ist und was er nicht ist. Er hat dies nicht unterlassen, das hat er nie, auch nicht bei anderen Bibelstellen.

Nächstenliebe ja, doch dazu gehört auch seinen Bruder bzw. seine Schwester darauf hinzuweisen, wenn man befürchtet, dass er/sie auf dem falschen Weg ist und nicht einfach zu sagen „ist schon OK“.

Mir geht es nicht darum einer Religion zu folgen, die mir gefällt, meine Religion als richtiger gegenüber anderen darzustellen oder sowieso schon vorhandene Konflikte zu schüren. Mir geht es einfach nur um die Wahrheit und um das was Gott wirklich und wahrhaftig sagt.

Es wäre falsch, aus welchen Gründen auch immer, hinter dem Berg zu halten. Ich behaupte, dass das katholische Christentum die einzige ursprüngliche und wahrhaftige „Version“ der christlichen Religion ist und dass es keine wirklich griffige Möglichkeit gibt dies anhand der Fakten anders zu beurteilen. Jeder der einer anderen christlichen Denomination angehört handelt dem, was Jesus angeordnet hat entgegen. Auch wenn dies vermutlich oft unwissentlich und in bester Absicht geschieht. Es wird Spaltung vorangetrieben, indem sich die Menschen eigene Versionen einer Kirche schaffen und nicht der nachfolgen, die Jesus selbst gegründet hat. Wo sonst sollten alle Christen der Welt einmal zusammenfinden, als unter dem einen Dach der Kirche Gottes? Die angestrebte Einheit der Christen wird nicht durch die steigende Anzahl an verschiedenen christlichen Gemeinschaften begünstigt. Einheit ist was Gott will, nicht Spaltung.

„Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.

Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen
auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“

Quelle: Johannes 17, 20 – 23 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

Man mag dies jetzt intolerant finden. Dass es nur eine Wahrheit geben kann ist aber so intolerant wie zu sagen 1+1 ergibt immer 2. Die Aussage, dass alle Religionen Recht haben (was offensichtlich falsch ist, wie wir in den vorangegangen Kapiteln gesehen haben) ist eine tolerierbare Aussage. Ebenso wie die, dass es eben nur eine Religion gibt, die im Recht ist. Fakt ist aber: Nicht beide können auch wirklich objektiv im Recht mit ihrer Aussage sein. Und der Versuch hier ein objektives Ergebnis zu ermitteln kann keine Frage von fehlender Toleranz sein.

Toleranz bedeutet für mich die Meinung des Anderen zu akzeptieren, auch wenn er die Wahrheit ablehnen sollte. Aber ihm auch ungefiltert aufzeigen zu dürfen, warum er meiner Meinung nach im Unrecht ist.

Es existieren ca. 42.000 verschiedene christliche Denominationen. Diese haben ihre eigenen Auslegungen des christlichen Glaubens. Ich denke die meisten Christen, die ihren Glauben wirklich ernst nehmen, möchten derjenigen Kirche angehören, die am nächsten an der Wahrheit von Jesus dran ist und es ist für sie wenig erstrebenswert einer Kirche anzugehören, die weit davon entfernt ist.

Frühere Päbste haben nicht nur darauf hingewiesen, was denn eigentlich katholisch ist, sondern auch sehr genau, was es nicht ist.

Beispielsweise wurde von den Reformatoren geleugnet, dass es sieben Sakramente gibt, obwohl dies offensichtlich falsch ist und nicht dem entspricht, was wir der Bibel entnehmen können. Wir werden dies später weiter vertiefen.

Es wurde sowohl für Freund als auch Feind der katholischen Kirche ganz klar sichtbar gemacht, was die katholische Weidefläche ist, auf der die Schafe des Herrn grasen dürfen und was ein Weideplatz ist, auf dem die Wölfe jagen.

Dieses katholische Selbstbewusstsein hat im Laufe der Zeit gelitten und befindet sich aktuell auf einem Tiefpunkt.

Das Ass im Ärmel der Feinde der katholischen Kirche ist der Vorwurf der mangelnden Toleranz.

Heutzutage ist die Auffassung modern, dass keine Religion die Wahrheit hat, sondern dass jede Religion ein Stück der Wahrheit hat und man diese erst zusammensetzen muss, um die eigentliche Wahrheit zu erhalten. Die Wahrheit kommt nicht mehr von oben, von Gott herab, sondern der Mensch will sie unten formen und nach oben erheben.

Man wollte nun auf katholischer Seite keine Grenzen mehr aufbauen, sondern hat umarmt wen auch immer man fand. Atheist, Buddhist, Islamist, Hindu, Protestanten. Die eigene Identität, Seele und Wahrheit wurden ein gutes Stück weit aufgegeben, um ja keinen Anstoß zu erregen oder Platz für eine Meinungsverschiedenheit offenzulassen. Man hat in meinen Augen für eine falsche Art von Toleranz und Barmherzigkeit sich selbst geopfert und steht in der heutigen Zeit dennoch nicht besser da, im Gegenteil.

Echte Barmherzigkeit kann nicht daraus bestehen Gottes Weg der Erlösung durch etwas anderes zu ersetzen, was nutzlos ist, aber dem Menschen besser gefällt. Im Gegenteil, wenn einem ernsthaft etwas am Wohl seines Nächsten liegt, dann sollte man ihn auf den steinigen und steilen Weg hinweisen, der die Rettung bringt und nicht den breiten und geschmückten Weg anpreisen, der in den Abgrund führt.

Es kann nicht der Sinn einer Religion sein alles zu verkaufen, was mit Gott zu tun hat und alles dem Menschen gefälliger zu gestalten. Wenn eine Religion nicht alleine die volle Wahrheit hat, was nutzt es dann ihr zu folgen? Wenn man Religion als eine Art Baukasten oder Stecksystem sieht, bei dem man alles bunt durchmischen muss, sei es das Bild vom Jenseits, die Gottesvorstellung, der Weg zur Erlösung, etc. dann wird man der Wahrheit nicht näher kommen, sondern sich nur immer weiter von ihr entfernen.

Was für die vielen Religionen außerhalb des Christentums gilt, das gilt ebenso für Denominationen, Strömungen oder private Ansichten innerhalb des Christentums. Es gibt nur einen Erlöser: Jesus Christus. Dieser hat !eine! Kirche auf Simon Petrus aufgebaut, nämlich seine Kirche, die seit Jahrtausenden besteht. Dieser „Steckbrief“ passt einzig und allein auf die katholische Kirche. Alle anderen Kirchen wurden erst lange danach gegründet, viele erst nach der Reformation. Es gibt nicht mehrere Erlöser, von denen jeder seine eigene Kirche hat. Der einzige Erlöser hat auch nur eine einzige Kirche gegründet. Warum sollte er mehrere gründen? Es gibt auch nur einen Gott. Gott will Einheit.

„Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, auf die Acht zu geben, die im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, Spaltung und Verwirrung verursachen: Haltet euch von ihnen fern! Denn diese Leute dienen nicht Christus, unserem Herrn, sondern ihrem Bauch und sie verführen durch ihre schönen und gewandten Reden das Herz der Arglosen. „

Quelle: Römer 16,17 – 18 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

Es reicht nicht zu bekennen, dass Christus der Herr und Gott ist. Das müssen auch die Dämonen bekennen, wenn sie darauf antworten müssen. Deshalb folgen Sie Gott noch lange nicht nach. Man muss auch dem nachkommen, was er verlangt. Dies wird nicht dadurch erfüllt sich von seiner Kirche loszusagen oder das Christentum in die ein oder andere Richtung zu verändern.

„Du glaubst: Es gibt nur einen Gott. Damit hast du Recht; das glauben auch die Dämonen und sie zittern.“

Quelle: Jakobus 2, 19 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

Betrachten wir weitere Stellen der heiligen Schrift, in denen Jesus Christus selbst spricht:

 

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen!“

Quelle: Matthäus 7, 21 – 23 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.“

Quelle: Matthäus 5, 17 – 19 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

Aus diesen Stellen geht für mich überdeutlich hervor: Nicht jeder, der Jesus als seinen Herrn bezeichnet, wird in den Himmel kommen.

Selbst nicht automatisch die, die in Jesu Namen prophezeit, Wunder gewirkt oder Dämonen ausgetrieben haben.

Man muss offensichtlich den Willen von Jesu Vater im Himmel tun und kein „Gesetzloser“ sein. Das göttliche Gesetz wird bereits seit Jahrtausenden von der katholischen Kirche ausgelegt.

Ebenso lässt sich leicht erkennen, dass sich der Glaube an Jesus auch in entsprechenden Werken und der Befolgung des Gesetzes ausdrücken muss.

Nach einer Lehre der reinen Rechtfertigung des Menschen vor Gott durch den Glauben an Jesus, bei dem gute Werke keine Rolle spielen (wie sie größtenteils von Protestanten vertreten wird), klingen die Aussagen von Jesus jedenfalls offensichtlich nicht.

Man soll nicht Jesus den Meister nennen und dann nicht tun was er sagt. Wer so handelt, der sägt sich den Ast ab auf dem er sitzt. Wir werden auf diese Dinge später bei „Glaube, Werke und Traditionen“ noch einmal genauer eingehen.

Manches am katholischen Christentum mag uns Menschen vielleicht unrealistisch, schwierig, anstrengend oder wenig erstrebenswert vorkommen.

Dennoch weiß Gott, was das Beste für uns ist. Er hat uns erschaffen und kennt jeden Einzelnen von uns in- und auswendig und hat nur unser größtmögliches Wohl im Sinne.

Auch wenn wir das nicht immer offensichtlich erkennen. Dennoch dürfen wir uns dessen voll und ganz sicher sein und darauf vertrauen, wenn wir uns in die Hände von Gott geben. Er ist der liebende Vater. Aber wir müssen uns auch vor Augen halten: Gottes Wille ist keine Demokratie – noch nie gewesen.

Menschen können oftmals wenig über den eigenen Tellerrand hinaus sehen. Gott hingegen überblickt alles in allem.

Gottes Barmherzigkeit wird oft dazu missbraucht sämtliche eigenen Missetaten zu rechtfertigen. „Lässt mich Gott nicht dies oder jenes machen wie ich will, dann liebt er mich nicht wirklich.“

Selbiges denkt vermutlich auch ein übergewichtiges Kind, welches die Schokolade von seiner Mutter weggenommen bekommt, die in bester Absicht handelt. Auch wenn das Kind es von seinem Standpunkt aus nicht erkennen kann oder will.

Ersetzen Sie hier die Schokolade durch ein beliebiges sündhaftes Verhalten, welches dem Menschen gefällt und Sie verstehen was ich meine.

Gott ist in der Tat unendlich barmherzig. Dies aber bedeutet nicht, dass man seine Gebote aufheben oder umdeuten darf.

Leider scheint eine Kirche in unserer heutigen Zeit als altmodisch zu gelten, die Ihren Auftrag von Gott ernst nimmt und zwischen dem Willen Gottes und dem der Menschen unterscheidet.

Hier möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf folgende Bibelstelle lenken:

„Jesus aber ging zum Ölberg.

Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.

Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte

und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.

Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?

Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.

Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.

Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.

Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.

Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?

Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Quelle: Johannes 8, 1 – 11 Revidierte Einheitsübersetzung 2016

 

Jesus sagt, dass es nicht genügt ihn „Herr, Herr“ zu nennen und gleichzeitig die göttlichen Gesetze zu übertreten. Diese Gesetze hat Jesus nie aufgehoben, er hat sie erfüllt.  Sicher hat er durch seine Antwort „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ der Ehebrecherin das Leben vor ihren Anklägern gerettet und sicher ist kein Mensch ohne Sünde.

Aber oft wird unterschlagen, dass er danach auch zu ihr sagte „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“. Er hat nicht gesagt „Ist alles nicht so schlimm, wenn es dir schwer fällt, dann setzen wir halt einfach mal die 10 Gebote aus.“

Viele moderne Kirchen betrachten nur noch die Barmherzigkeit Gottes oder was sie darunter verstehen und lassen den schweren Teil, die Gesetzestreue die Gott fordert unter den Tisch fallen.

Es ist ein Unterschied ob man sich aufrichtig bemüht und es nicht immer schafft Gottes Willen zu erfüllen, (wir sind alle Sünder!) oder ob man Gottes Gesetze leugnet, weil sie unbequem sind und sie abschafft.

Die katholische Kirche tut das nicht. Diese Wahrhaftigkeit ist vermutlich einer der Gründe, warum sie bei dem ein oder anderen unbeliebt ist.

Ich denke, dass Jesus Gehorsam erwartet und das Christentum nicht für jeden etwas anderes bedeuten kann und soll.

Die Menschen sind zwar unterschiedlich, Gott ist es aber nicht. Der Mensch muss sich versuchen Gott anzupassen und nicht umgekehrt.

Das ist konsequent und nicht intolerant.

Ein Mann läuft verdurstend durch eine Wüste und erreicht eine Oase. 

Ein Beduine spricht ihn an und warnt ihn „Trink nicht aus dieser Oase, denn ihr Wasser ist tödlich! Komm mit hinter mein Zelt. Dort ist eine gute Quelle, aus der auch ich und meine Familie trinken.“

Wer möchte dem Beduinen nun ernsthaft vorwerfen, dass er intolerant ist, weil er dem Mann die Hälfte der Quellen „weggenommen“ hat?

Wie ist das also mit der katholischen Kirche? Gibt es keine Rettung außerhalb von ihr? Oder spielt es ihrem Verständnis nach keine Rolle ob man ihr angehört oder nicht?

Ich verweise auf diesen Eintrag bei Wikipedia:

„[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass ‚niemand außerhalb der katholischen Kirche — weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter — des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr [d. i. der Kirche] anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt‘ (Fulgentius).

Denn daneben hat die Lehre von besonderen und verborgenen Heilswegen Gottes immer Geltung behalten, die für all jene Menschen gelten, die niemals die Möglichkeit hatten, den katholischen Glauben kennenzulernen (etwa durch isolierte Lebensweise). So stellte Papst Pius IX. in seiner Ansprache Singulari Quadam 1854 bekräftigend und erläuternd fest:

„Im Glauben müssen wir festhalten, dass außerhalb der apostolischen, römischen Kirche niemand gerettet werden kann; sie ist die einzige Arche des Heils und jeder, der nicht in sie eintritt, muss in der Flut untergehen. Aber ebenso müssen wir sicher daran festhalten, dass von dieser Schuld vor den Augen des Herrn niemand betroffen wird, der da lebt in unüberwindlicher Unkenntnis der wahren Religion.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Extra_ecclesiam_nulla_salus

 

Gerade deshalb möchte ich versuchen aufzuklären und die Fakten auf den Tisch zu legen, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, der wirklich Gottes Willen befolgen will.

In diesem Kontext betrachte ich die Ökumene.

Ökumene kann keine Priorität vor der Klärung der eigentlichen Lehre des Glaubens haben. Ein Glaube lässt sich nicht nach Stammtischmanier verhandeln. Eine solche Haltung führt in den Relativismus und damit viele Seelen in die Irre.

Worauf würde denn dann die erzwungene Einheit beruhen? Sicher nicht auf der ganzen Fülle des Glaubens.

Selbstverständlich soll es einen Dialog geben und die getrennten Brüder und Schwestern in Christus müssen mit Nächstenliebe behandelt, respektiert und ernst genommen werden.

Die katholische Kirche sieht auch den Auftrag die Einheit der Christen wiederherzustellen.

Wenn aber Ökumene bedeuten soll den Glauben zu verwässern, dann kann diese nur abgelehnt werden.

So möchte ich mich nun im Folgenden der Beantwortung der Frage nähern, ob Gott tatsächlich eine Kirche gründete und ob dies wirklich die katholische Kirche ist.

Gründete Gott eine Kirche? Ja, das tat er und es ist die, die sich heute „die katholische Kirche“ nennt. Um dies zu erkennen, müssen wir uns die Geburtsstunde der Kirche ansehen, die Jesus Christus gründete. Wir müssen seine Aussagen in der Bibel in ihrem Kontext analysieren und dabei ihren historischen Bezug beachten. Hier spielt der Apostelfürst Petrus eine zentrale Rolle.

Die Gründung der katholischen Kirche ist eng mit der Entstehung des Pabsttums verbunden, wie wir in der folgenden Sektion sehen werden.